Bilder der Ausstellung Fit in Neumarkt 6./7.5.2017

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Fit in Neumarkt

Hallo Zusammen,

 

im Rahmen des Neumarkter Frühlingsfestes veranstaltet die Stadt Neumarkt eine Ausstellung.

"FIT IN NEUMARKT".

 

Da wir uns auch als eine fitte Flüchtlingshilfegruppe verstehen, nehmen wir daran teil.

 

Ort:

Kleine Jurahalle Neumarkt, Stand in der Halle Richtung Hallenvorplatz.

 

Ziel:

- Vorstellung der Flüchtlingshilfe Neumarkt allgemein

- Vorstellung speziell der aktuellen sportlichen

 

Aktivitäten:

- Animierung der Bevölkerung zur Teilnahme an sportlichen Aktivitäten von/in Flüchtlingsgruppen

- Animierung der Bevölkerung zur Gründung neuer Sportinitiativen mit Flüchtlingen (da kennt die Phantasie keine Grenzen).

 

Die Ausstellungszeiten:

- Samstag, 06.05.2017, 10:30 Uhr - 18:00 Uhr

- Sonntag, 07.05.2017, 10:00 Uhr - 17:00 Uhr

 

Alle in der Flüchtlingshilfe Beteiligten sind natürlich herzlich eingeladen (um nicht zu sagen, verpflichtet), sich am Standgeschehen zu beteiligen. Es wäre toll, wenn immer einige Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer/Trainer/Paten am Stand sind, damit ein lebhaftes Bild präsentiert wird. Wir wollen der Bevölkerung zeigen, dass Flüchtlinge und Neumarkter Bürger gut miteinander können und dass Integration hier in Neumarkt weitgehend funktioniert.

 

@Sportgruppen: Macht Euch doch bitte darüber Gedanken und teilt mir mit, wann Ihr vermutlich mit Eurer Truppe kommt. Ich möchte gerne einen "Stand-Belegungsplan" erstellen.

Vermutlich immer oder abwechseln anwesend werden sein: Harald Salzmann und Wilhelm Müller.

 

@Paten, Flüchtlingshelfer, CsG-ler, FlüHi-ler, ...: Wäre schön, wenn ich auch von Euch einige feste Standbesetzungsmitteilungen erhalte mit Tag und Uhrzeiten.

 

Als Eye-Catcher wird permanent eine Videoshow der Neumarkter Flüchtlingshilfe gezeigt (lasst Euch überraschen).

Vielleicht findet jemand auch einen Sponsor für Brotzeiten und Getränke.

 

Euer Willi

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Restaurant Shahid's Tandoori hilft!

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Integration durch Sport

Appell von Wilhelm Müller: „Wer einen Doppelpass zusammen gespielt hat, lernt sich kennen und schätzen.“

 

Nach diesem Leitspruch unterstützen die Flüchtlingshilfeorganisationen „Chancen-statt-Grenzen e.V.“ und „Flüchtlingshilfe-Neumarkt“ namens der Sportkoordinatoren, Wilhelm Müller und Harald Salzmann vier Sportgruppen mit Flüchtlingen und Deutschen. „Wir wollen bei der Integrationsaufgabe mithelfen“, so die Agenda des Vereins. Und dabei ist der gemeinsame Sport eine hervorragende Möglichkeit.

 

Da dies nicht immer und für alle Flüchtlinge über örtlichen Sportvereine möglich ist, haben sich vier Gruppen gebildet, die unabhängig von Sportvereinen regelmäßig miteinander Sport treiben, meist Fußball. Sommer wie Winter.

 

Dank der Stadt Neumarkt und dem Landkreis Neumarkt, welche im Winter die Hallenplätze zur Verfügung stellen, laufen diese Projekte das ganze Jahr.

 

Die besondere Hochachtung gilt den Gruppenleitern Roland Zeltner, Florian Uebelhör, Roland Hadwiger, Matthias Zischka und Sven Fernschild. Alle leisten eine vorbildliche und hervorragende Arbeit in Sachen Sport und Integration.

 

Am letzten Samstag hat der Verein nun die vier Gruppen zu einem Jahresabschluss 2016 eingeladen. Im Vereinsheim der DJK-Neumarkt trafen sich 54 Flüchtlinge (Syrer, Afghanen, Iraner, Iraker und Kurden) und Deutsche zu einem gemütlichen Abend.

 

 

 

 

 

 

Wilhelm Müller begrüßte die Anwesenden und erklärte die Intension der Flüchtlingshilfe.
„Wir wollen Euch kennenlernen und wir wollen auch, dass Ihr lernt, wie wir Deutschen „ticken“. Wir wollen Euch in unsere Gesellschaft einbinden. Und das funktioniert nicht nur mittels Hochglanzbroschüren in den verschiedensten Sprachen, sondern durch gemeinsame Erlebnisse, so wie heute. Wir wollen soziale Kontakte schaffen.“
„Einige der Flüchtlinge werden vermutlich hier in Deutschland bleiben dürfen, und für diese ist es besonders wichtig, integriert zu werden.
Aber auch jene, welche Deutschland wieder verlassen müssen sollen Deutschland in guter Erinnerung behalten und wertvolle Erkenntnisse in ihre Heimat mitnehmen.“

 

Zwei der jungen Fußballer übersetzten die Begrüßung aus dem Stegreif ins Arabische, in Dari und in Pashto.

 

Wilhelm Müller´s Wunsch war es noch, dass in einem Jahr, wenn wieder so eine Veranstaltung läuft, eine Übersetzung nicht mehr nötig wird. Mit einem Schmunzeln: „Ich hoffe Ihr könnt dann so gut Deutsch, dass wir dann auf eine Übersetzung verzichten können!“

 

Nach einem hervorragenden Essen hatten alle noch zwei Stunden die Gelegenheit, auf den vier Bahnen zu kegeln. Alle hatten sichtlich viel Spaß und Freude.

 


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Spendenaktion für die Kinder in Aleppo

Das Restaurant Shahids Tandoori in Neumarkt in der Hallertorstraße 21 veranstaltet ganz spontan und in Kooperation mit Chancen statt Grenzen e. V. eine Spendenaktion für die Kinder in Aleppo!

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Herbergssuche

In Neumarkt ist schon bald wieder Weihnachten und es ist die bereits zweite Adventszeit in Deutschland, in der wir noch immer täglich in den Nachrichten über die Flüchtlingssituation hören. Waren letztes Jahr zu dieser Zeit noch unzählige Haupt- und Ehrenamtliche in der Erstaufnahme und in den Notunterkünften mit der Verteilung und Erstversorgung der vielen Menschen beschäftigt, so ist es dieses Jahr scheinbar ruhiger geworden und die Idee, sich besinnlich der Adventszeit hinzugeben, scheint verlockend. Leider ist es so entspannt aber auch in diesem Jahr nicht:

 

Die Neumarkter Erstaufnahme gibt es nicht mehr, die meisten Flüchtlinge sind mittlerweile in dezentralen Wohneinheiten, sogenannten Asylunterkünften untergebracht.Aber auch dort werden sie weiterhin betreut von Integrationshelfern aller Art. Denn eine weitaus schwerere Aufgabe passiert im Kleinen, nahezu Verborgenen: die Integration in unsere Gesellschaft.

 

Vereinzelt sieht man sie noch, die jungen Männer im Neuen Markt oder in der Bücherei, die das WLAN-Angebot nutzen, um mit dem Handy Kontakt zu Familie und Freunden zu halten. Aber die vielen anderen, die Familien und die Frauen, die sieht man höchstens mal im Supermarkt. Die Kinder gehen zur Schule. Die Eltern in den Integrationskurs.
Sie hoffen und suchen nach Möglichkeiten, an ihr früheres Leben anzuknüpfen.
Die meisten von ihnen haben mittlerweile positiven Bescheid vom BAMF bekommen und den Aufruf, ihre Notunterkunft schnellstmöglich gegen eine Sozialwohnung zu tauschen. Denn mit der Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und der Gewährung von Asyl beginnt das Leben mit ALG II, dem hierzulande unter "Hartz 4" bekannten Sozialhilfegeld.


Einen Job zu finden ohne richtig gute Deutschkenntnisse ist fast unmöglich. Eine Handvoll Flüchtlinge in Neumarkt hat dieses Glück bisher gehabt. Die anderen hoffen, dass jemand auf sie aufmerksam wird, durch die Hilfe des Jobcenters oder während eines Praktikums. Oder dass ihre Zeugnisse endlich anerkannt werden und sie studieren dürfen oder eine Ausbildung machen.

 

Die aktuelle Situation lässt sie davon aber nur träumen. Als Flüchtlingshelfer versuchen wir derweil, ihnen Hoffnung zu machen, um durchzuhalten. Denn ihre Situation ist durchaus angespannt: Wie lange sie bleiben werden, wissen die meisten nicht. Manche haben mit ihrer alten Heimat abgeschlossen, wollen hier Fuß fassen und sich ein Leben aufbauen. Manche leben in der Hoffnung, dass der Krieg bald vorbei ist und sie endlich wieder nach Hause können. Heimweh ist nicht selten ein Grund für das Fremdeln mit der "neuen Heimat Deutschland".


Aber die meisten sind sich ihrer Situation bewusst und die besteht darin, dass sie in meist einfachst in Stand gesetzten Häusern leben mit dem gerade Notwendigsten, was man zum leben braucht: ein Bett, ein Stuhl, ein Tisch. Fenstervorhänge, Bilder an den Wänden oder Teppiche- oft nicht mal erlaubt. Etwa 8 qm stehen jedem Flüchtling zu, echte Privatsphäre ist nicht vorgesehen. Ausnahmen gibt es zwar, sie sind aber selten.

 

Je öfter wir in diesen Unterkünften sind, desto mehr wissen wir es zu schätzen, daheim die Haustür zu schließen, die eigene Küche-, den eigenen Fernseher-, ein Sofa zum ausruhen- oder das liebevoll gestaltete Kinderzimmer nutzen zu können.
In den Notunterkünftenes gibt oft Verbote, an dieser Wohnsituation etwas zu ändern, sie werden meist von privaten Personen zur Verfügung gestellt, die strengste Auflagen für ihre Bewohner entworfen haben, aus Angst, diese könnten das Wohnumfeld sonst völlig verunstalten.

 

Sowas hat es tatsächlich auch gegeben. In nicht wenigen Einzelfällen ist es zu unverhältnismäßigen Verschmutzungen und Zerstörungen in den Notunterkünften gekommen. Aber was diese vielleicht zwei Dutzend Personen angestellt haben, hat jetzt Auswirkungen auf die mittlerweile 2000 Menschen, die immer noch dort leben: der Ruf war schnell ruiniert.

 

Eine Wohnung für Flüchtlinge zu finden ist schon deshalb eine undankbare Aufgabe für uns Flüchtlingshelfer. Und: der Neumarkter Wohnungsmarkt ist extrem überfordert. Bewerbungen von Flüchtlingen auf eine bezahlbare Wohnung werden in 90 % aller Fälle nicht einmal beantwortet. Ablehnungen werden meist begründet mit "fehlendes regelmäßiges Einkommen", "Menschenschlag, der nicht in die Wohngemeinschaft passt", "Bewerber hat keine Kenntnisse vom deutschen Putzstandard", oder "Bewerber hat vielleicht vor, mehr Personen als angemeldet Unterschlupf zu gewähren". Oder es kommen die "sachlichen" Ablehnungen einiger Immobilienmakler in Neumarkt: "80 qm sind zu klein für vier Personen", "Vermieter istan beruflich gefestigten Mietern interessiert", "Mieteinnahmen und Ablösesumme sind nicht gesichert". Da klingen Angst, Unbehagen, Ablehnung und Vorurteile zwischen den Zeilen heraus. Mit Fakten hat das alles nichts zu tun.

 

Und die Zeit drängt: denn finden die Flüchtlinge in nächster Zeit keine Sozialwohnung, dann bleibt ihnen nur noch die Obdachlosenunterkunft, denn die Unterbringung in den Notunterkünften ist mit der Anerkennung eigentlich vorbei und sie gelten als "Fehlbeleger". In der Goldschmidtstraße wurde eine solche Unterkunft aufgrund der hohen Nachfrage gerade erweitert.


Aber was sind das für Aussichten? Wie soll denn Integration gelingen, wenn hunderte Flüchtlingsfamilien in Containern oder alten Bauernhöfen außerhalb der Stadt hausen, völlig angewiesen auf ihre Betreuer und Ehrenamtliche? Wer möchte denn mit seinen Kindern oder gar Babys dort unterkommen müssen? Sowas wünscht man niemandem.

 

Das Bild der Flüchtlinge ist leider schlecht geworden, bedingt durch bedrohliche Nachrichten über Einzelne unter ihnen.
Wir Flüchtlingshelfer haben aber ein differenzierteres Bild von ihnen: wir sehen die vielen Kinder, die mit Eifer deutsch lernen und neugierig und fröhlich sind. Wir sehen ihre Eltern, die für sie das Beste wollen und dafür sich und ihr vorheriges Leben komplett aufgegeben haben. Sie sind meist erschöpft, überfordert mit diesem neuen Leben, enttäuscht und müde vom ewigen Warten, aber auch gastfreundlich, interessiert und hilfsbereit. Sie versuchen, ihren Kindern die eigene Verzweiflung nicht zu zeigen, verwöhnen sie vielleicht ein bisschen zu viel deshalb, kämpfen sich durch den Integrationskurs, der echt nicht einfach ist und versuchen, im Behördendschungel nichts falsch zu machen. Sie greifen nach jedem Strohhalm.

 

Viele sind aus ihrem stabilen Leben in der Heimat vom Krieg herausgerissen worden, sie hatten Arbeit, Eigentum, Freunde, Zukunft. Das ist vorbei und auch wenn sie überlebt haben und hier in Sicherheit sind, der Verlust schmerzt. Wir sehen die jungen Männer, die fleißig, ordentlich und ausdauernd versuchen, sich ein Leben aufzubauen, dass ihnen eine Zukunft ermöglicht, manchmal, um die Familie daheim finanziell unterstützen zu können, manchmal um hier neu anzufangen nach dem Zusammenbruch ihres bisherigen Lebens und dem Verlust geliebter Menschen.

 

Unsere Erfahrung zeigt: haben diese Menschen einen festen Ansprechpartner oder einen Paten, der sich regelmäßig Zeit für sie nimmt, dann bekommen sie wieder Hoffnung, es entstehen viele Probleme erst gar nicht, alles geht etwas reibungsloser und auch die Sprachkenntnisse verbessern sich schneller durch regelmäßige Gespräche und Treffen.

Die wenigen Flüchtlinge, die in Neumarkt eine Wohnung gefunden haben, beweisen diese Theorie: es gab noch keine Beschwerden seitens der Vermieter, die Freude über eine eigene Wohnung führt schnell zu einer großen Verantwortungsbereitschaft für diese und zu ehrlicher Dankbarkeit.


Die meisten Flüchtlinge möchten nämlich gerne an diesem, unserem Alltagsleben teilhaben, sie wünschen sich Kontakt und hoffen, dass wir ihnen vorbehaltlos eine wahre Chance geben, hier Fuß zu fassen und nicht bloß geduldet zu sein. Momentan ist aber das Gegenteil der Fall: es fehlen uns an allen Ecken und Enden Menschen, die auch diesen Kontakt wollen und Zeit oder eben Wohnungen oder Jobs zur Verfügung stellen.

 

Ein Flüchtling als Mieter hat durchaus auch Vorteile: wie bei jedem ALG II- Empfänger werden Miet- und Nebenkosten bis zu einer festgelegten Grenze pünktlich direkt vom Jobcenter an den Vermieter überwiesen. Selbst für die Ablöse von Möbeln wird ein bestimmter Betrag anerkannt und vom Jobcenter direkt an den Vermieter überwiesen- der Flüchtling zahlt dieses Geld dann in kleinen Raten zurück. Aber abgesehen von diesen finanziellen Sicherheiten, hat man als Vermieter mit Flüchtlingen Menschen ein zu Hause gegeben, die momentan in einer denkbar ungünstigen Lage sind, die dankbar für jeden kleinen Schritt aufwärts sind und die eine ganz eigene Geschichte aus einer anderen Welt mitbringen, die für uns vielleicht fremd und manchmal unverständlich ist, aus der man aber so viel lernen kann, wenn man erstmal ins Gespräch kommt und sich darauf einlassen mag.
 
Als Flüchtlingshelfer erleben wir viel faszinierendes, wie zum Beispiel auch die manchmal beeindruckende Hingabe in die Religion, die als Anker und gewöhnte Tradition so manchem dieser Menschen viel Kraft gibt in dieser für sie schweren Zeit. Es gibt deshalb zwar auch Diskussionsstoff, aber die meisten Flüchtlinge sind erstaunlich offen dafür und erklären, warum das Kopftuch für sie wichtig ist, warum Ramadan ihnen Kraft gibt oder sie kein Schweinefleisch essen. Sie sind aber auch gewillt, uns zuzuhören und auf uns zuzugehen, denn sie alle sehen meist mit erstaunter Dankbarkeit, dass hier Rücksicht genommen wird auf Religion, zum Beispiel in der Schulkantine. Junge Frauen lernen dann hier schwimmen oder Fahrrad fahren, die kleinen Jungs und Mädchen gehen ganz selbstverständlich mit zum Sankt-Martinsumzug und die Familien lernen daheim mit ihren Kindern die Texte für das Krippenspiel in der Grundschule.
Für viele ist ein Hinterfragen der Religion bisher strengstens verboten gewesen und das Misstrauen, dass ihnen hier entgegenschlägt, verunsichert sie zunächst. Unser Eindruck ist für sie ganz neu, aber wie für sie, so kann es auch für uns interessant sein, unseren Glauben, Religion und Tradition zu erklären und mal aus einer anderen Sicht zu betrachten. 

 

Alles ist möglich, aber echte Integration erfordert Mut, Zeit und Offenheit. Wenn wir uns verschließen und allein auf staatliche Hilfe vertrauen, dann wird dieses Projekt scheitern. Integration ist die Bereitschaft einer ganzen Gesellschaft, die Türen zu öffnen und einzuladen. Integration verändert, bereichert aber auch und lässt beide Seiten wachsen.

Deshalb unser Appell an die Neumarkter: öffnet eure Türen, lasst euch nicht verschrecken, macht euch ein eigenes Bild! Gebt den Flüchtlingen eine Chance, hier bei uns eine Heimat zu finden. Seht sie nicht als störend, fremd oder lästig an, sondern als Menschen, die nicht das Glück hatten, in Frieden ihr Leben fortzuführen und jetzt bei uns gestrandet sind und eine Chance brauchen. Neumarkt ist eine großartige, schöne und -zu Recht- stolze Stadt. Es geht uns gut hier, uns fehlt es an fast nichts. Wir können nichts falsch machen, wenn wir die Flüchtlinge daran teilhaben lassen. Chancen statt Grenzen!

 

Wer dazu Lust hat und sein Leben gerne bereichern würde um neue Erfahrungen und vielleicht sogar neue Freunde, oder wer Fragen hat, der meldet sich einfach bei Hallo@ChancenStattGrenzen.org. Wir kennen viele Flüchtlinge persönlich und helfen gern, die ersten Berührungsängste abzubauen. Und wir sind auch dann Ansprechpartner, wenn es zu Missverständnissen oder Problemen kommen sollte!

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Lehrreicher Besuch am WGG

Die Nervosität und die Anspannung war deutlich spürbar bei den drei Mädchen aus Syrien und bei Amir aus Afghanistan, als sie von Susi Langer am letzten Dienstag zum Willibald-Gluck-Gymnasium, dem größten Gymnasium der Oberpfalz, begleitet wurden! Dort fand nämlich im Rahmen eines Projekts eine "Infoveranstaltung des P-Seminars Flüchtlingshilfe" über Flüchtlinge statt – und die Vier sollten über sich berichten!

Nach Begrüßung durch den Schulleiter, Direktor Bernhard Schiffer, stellten zunächst Schüler der Q12 ihren Kameraden der 10. Klassen die rechtliche und politische Situation von Flüchtlingen aus Syrien, Eritrea und Irak dar - sehr anschaulich und sehr informativ.

 

 

Nach einem kurzen Überblick über die derzeitige Neumarkter Flüchtlingssituation durch Harald Salzmann von der Flüchtlingshilfe Neumarkt waren endlich die Vier dran und erzählten von ihrem Heimatland, über ihren Fluchtweg und über ihre Zukunftsvorstellungen. Mit Herzklopfen natürlich, denn sie hatten noch nie vor so vielen Zuhörern gesprochen!

 

In der anschließenden Fragerunde  war eine der Fragen „Wie würdest Du Deutschland mit einem Wort beschreiben?“.

„Pünktlichkeit“ war interessanterweise mehrfache Antwort. Und eine Antwort war „Dreamland“!


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Neumarkter Stadtlauf 2016

Das war spitze!

 

Als zweitstärkstes Team mit insgesamt 63 Läufern (!), davon ein Großteil Flüchtlinge, ging das Team "Chancen statt Grenzen / Flüchtlingshilfe NM" heuer an den Start.

 

Über sämtliche Netzwerke hatten die Initiatoren Wilhelm Müller und Harald Salzmann aufgerufen, am diesjährigen Neumarkter Stadtlauf im Team der Flüchtlingshilfe/ Chancen statt Grenzen e.V. mitzumachen und diesem Aufruf folgten unglaublich viele sportbegeisterte Flüchtlinge und deren Paten aus der Stadt und dem Landkreis Neumarkt.

 

Diese phantastische Teilnahme wurde durch Erlassen der Startgebühren für Flüchtlinge möglich - ein ganz großes Dankeschön dafür an Andy Winter und den „Verein Stadtlauf Neumarkt e.V.“!

 


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Dankeschön vom Team der "CsG-Kleiderkammer"

 

 

 

Mit den allerletzten Aufräumarbeiten in der Delphihalle haben die Helferinnen und Helfer von "Chancen statt Grenzen e. V."
ein letztes Mal Abschied genommen von einer arbeitsintensiven, ereignisreichen und emotionalen Zeit in der Neumarkter Erstaufnahme für Flüchtlinge.

Als die letzten Regale und Schränke abgebaut wurden, sah man wieder, wie viele Menschen, aber auch Institutionen hier in den gut anderthalb Jahren zum großartigen Gelingen beigetragen haben:
in der Anfangszeit brachten viele Neumarkter privat Regale und Kleiderständer, um die vielen Spenden überhaupt erstmal sortieren zu können. Dann kamen erste Tische dazu, um die Kleider aufzubereiten und zu falten.

Richtig los ging es dann mit dem Umzug auf die andere Seite der Delphihalle und den ersten neuen Ideen, wie man die Ausgabe der Kleiderkammer effektiver gestalten könnte: die Firmen M&K Fashion, Wölfi Jeans, Hackner sowie C&A aus Neumarkt spendeten  professionelle und damit massive Kleiderständer und dazu viele Kleiderbügel.
Ebenso von der Firma Wöhrl wurden unzählige Bügel gespendet, was dem Team der Kleiderkammer zum Jahresende ermöglichte, die komplette Kleiderausgabe für die Flüchtlinge selbstbestimmt zu organisieren:
Jedes Kleidungsstück wurde auf einen Bügel gehängt und nach Männern sowie Frauen und Kindern getrennt in drei Räumen zur Verfügung gestellt. Begleitet von den Helferinnen und Helfern konnte sich so jeder Flüchtling in vorgegebener Zeit selbst aus den Kleiderspenden aussuchen, was ihm passte und gefiel. Die Atmosphäre war dadurch schlagartig freundlicher und ruhiger bei einem etwa gleichen Kleiderumsatz und Helferaufwand pro Stunde.

Der vierte, größte Raum wurde genutzt für die Lagerung der Kleiderspenden, viele Tische und Schränke dienten hier der Aussortierung und Aufbereitung der Kleider.
Hier sei die Firma Hammernbacher erwähnt, die großzügige Regalspenden vornahm, damit der in Spitzenzeiten enorme Kleiderspendeneingang überhaupt zu bewältigen war. Unterstützung bei vielen anderen Hilferufen kam auch immer von der Firma Online-Schreibgeräte aus der Mooswiese.

Als dann schlagartig das Ende der Erstaufnahme bekannt wurde, waren unzählige Helferinnen und Helfer, unter ihnen viele Flüchtlinge, sofort bei den Ausräumarbeiten dabei.
Klar war, dass die übrigen Kleiderspenden auf jeden Fall einem guten Zweck zugeführt werden müssen, auch, wenn das in der Kürze der Zeit logistisch fast unmöglich erschien: es fand sich die Hilfsorganisation "Werke statt Worte e. V." , die immer Kleiderspenden benötigt, die sie an bedürftige Menschen in Rumänien transportiert.
Auf der Homepage www.werkestattworte.de beschreibt der Verein seine Projekte und wo genau noch Hilfe gebraucht wird. Momentan wird dort dringend Bekleidung für Babys benötigt.

Für die Verbringung der restlichen Kleiderspenden kam kurzfristig riesige Hilfe von Jutta Regnath von der Firma Eibner & Regnath: sie half, einen LKW aufzutreiben, auf den alle Sachen an einem Nachmittag gepackt wurden und ihre Reise im Sinne von "Werke statt Worte e. V." antreten konnten.

 

Vielen herzlichen Dank an Jutta und an alle Firmen sowie alle Helferinnen und Helfer, Danke an hunderte von Spendern, die zuverlässig in der Annahmezeit vor der Delphihalle ausharrten
aber auch an die Neumarkter Schulen und ihre vielfältigen Hilfsaktionen, Danke an das Landratsamt und hier besonders die Gartenabteilung,
Danke an viele Flüchtlinge, die immer mit anpackten und auch noch nach ihrem Auszug zuverlässig weiterhalfen, Danke an die Verantwortlichen der Erstaufnahme, die uns die Räumlichkeiten und den Zugang möglich gemacht haben, Danke an die ehrenamtlichen Dolmetscherinnen und Danke an so viele Menschen, die hier jetzt nicht namentlich genannt wurden und auch ihren Anteil an dem Gelingen der Kleiderkammer hatten.

 

"Alle sagten: das geht nicht! Und dann kamen zwei, die wussten das nicht und haben es einfach gemacht":
Danke an Anke und Dieter Bartmann, dem Rückgrat der Neumarkter Kleiderkammer 2015/2016

 

 

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Neumarkter Firmenlauf 2016

Am Donnerstag, den 21. Juli 2016 fand in Neumarkt der 7. Fischer Automobile Firmenlauf statt.

 

Wilhelm Müller, Sportkoordinator der Flüchtlingshilfe Neumarkt und von Chancen statt Grenzen, hatte Flüchtlingen die Teilnahme ohne Startgebühren ermöglicht - durch Sponsoring von Herrn Fischer und der Firma Fischer Automobile.

Am Start waren insgesamt 1.416 Teilnehmer von 97 Firmen. Trotz des erst kurz vorher beendeten Ramadan kamen immerhin 15 Flüchtlinge an den Start UND erliefen für Chancen statt Grenzen  – sage und schreibe – den  8. Platz (von 97)!

Danke allen Läufern, besondere Gratulation an den superflotten Ahmad Sheakh Sidi, der auf dem 8. Platz (von ca. 1700) landete - und das, obwohl er sich verlaufen hatte, wie er sagte!

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