Integration durch Sport

Appell von Wilhelm Müller: „Wer einen Doppelpass zusammen gespielt hat, lernt sich kennen und schätzen.“

 

Nach diesem Leitspruch unterstützen die Flüchtlingshilfeorganisationen „Chancen-statt-Grenzen e.V.“ und „Flüchtlingshilfe-Neumarkt“ namens der Sportkoordinatoren, Wilhelm Müller und Harald Salzmann vier Sportgruppen mit Flüchtlingen und Deutschen. „Wir wollen bei der Integrationsaufgabe mithelfen“, so die Agenda des Vereins. Und dabei ist der gemeinsame Sport eine hervorragende Möglichkeit.

 

Da dies nicht immer und für alle Flüchtlinge über örtlichen Sportvereine möglich ist, haben sich vier Gruppen gebildet, die unabhängig von Sportvereinen regelmäßig miteinander Sport treiben, meist Fußball. Sommer wie Winter.

 

Dank der Stadt Neumarkt und dem Landkreis Neumarkt, welche im Winter die Hallenplätze zur Verfügung stellen, laufen diese Projekte das ganze Jahr.

 

Die besondere Hochachtung gilt den Gruppenleitern Roland Zeltner, Florian Uebelhör, Roland Hadwiger, Matthias Zischka und Sven Fernschild. Alle leisten eine vorbildliche und hervorragende Arbeit in Sachen Sport und Integration.

 

Am letzten Samstag hat der Verein nun die vier Gruppen zu einem Jahresabschluss 2016 eingeladen. Im Vereinsheim der DJK-Neumarkt trafen sich 54 Flüchtlinge (Syrer, Afghanen, Iraner, Iraker und Kurden) und Deutsche zu einem gemütlichen Abend.

 

 

 

 

 

 

Wilhelm Müller begrüßte die Anwesenden und erklärte die Intension der Flüchtlingshilfe.
„Wir wollen Euch kennenlernen und wir wollen auch, dass Ihr lernt, wie wir Deutschen „ticken“. Wir wollen Euch in unsere Gesellschaft einbinden. Und das funktioniert nicht nur mittels Hochglanzbroschüren in den verschiedensten Sprachen, sondern durch gemeinsame Erlebnisse, so wie heute. Wir wollen soziale Kontakte schaffen.“
„Einige der Flüchtlinge werden vermutlich hier in Deutschland bleiben dürfen, und für diese ist es besonders wichtig, integriert zu werden.
Aber auch jene, welche Deutschland wieder verlassen müssen sollen Deutschland in guter Erinnerung behalten und wertvolle Erkenntnisse in ihre Heimat mitnehmen.“

 

Zwei der jungen Fußballer übersetzten die Begrüßung aus dem Stegreif ins Arabische, in Dari und in Pashto.

 

Wilhelm Müller´s Wunsch war es noch, dass in einem Jahr, wenn wieder so eine Veranstaltung läuft, eine Übersetzung nicht mehr nötig wird. Mit einem Schmunzeln: „Ich hoffe Ihr könnt dann so gut Deutsch, dass wir dann auf eine Übersetzung verzichten können!“

 

Nach einem hervorragenden Essen hatten alle noch zwei Stunden die Gelegenheit, auf den vier Bahnen zu kegeln. Alle hatten sichtlich viel Spaß und Freude.

 


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