Jagdschlössl Neuhaus - Eva Simon

Heute hat das Team von Chancen statt Grenzen die Flüchtlingsunterkunft in Neuhaus/Berching besucht. Der Empfang war sehr herzlich und es gab Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Auch die ehrenamtlichen Helfer Hanna Sommerer und Wolf Knüfer waren dabei. Sie unterrichten die Flüchtlinge jeden Samstag in Deutsch. Bei dieser Gelegenheit hat sich das Team auch erst einmal bei Eva Simon bedankt, die mit so viel Eigeninitiative ein wirkliches Zuhause für die traumatisierten Flüchtlinge geschaffen hat. Eva sagte: "Ich richte die Zimmer so ein, wie ich selbst leben wollen würde".  Und das konnte man sehen. Stolz hat uns Tatjana ihr Zimmer gezeigt. Wenn man bedenkt, was die Flüchtlinge auf ihrer Flucht durchgemacht haben, geht uns das Herz auf, dass sie, wenn auch nur vorübergehend, eine so herzliche Bleibe gefunden haben. 


Einen tollen Videobeitrag vom BR dazu könnt Ihr hier sehen. 

Das Team von Chancen statt Grenzen hat im Vorfeld von Helfern Kleidung, Schuhe, Spielzeug und Nahrungsergänzungsmittel für die Schwangeren im Haus organisiert und alle Sachen wurden dankend angenommen. Wir danken den Helfern und Spendern für ihre spontane Bereitschaft und der heutige Tag hat uns noch einmal bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Unser Ziel ist es, den Bedarf genau zu ermitteln und dann die richtigen Hilfen an den richtigen Ort zu bringen.

 

Die Gespräche mit den Helfern und Flüchtlingen waren sehr aufschlussreich. Uns hat besonders beeindruckt, das der 19-Jährige Maxim, gelernter Koch, der zusammen mit seiner Familie aus Donezk aus der Ukraine geflohen ist, ergänzend zu den Deutschkursen in Eigeninitiative zusätzlich im Internet Deutsch lernt und das Ergebnis kann sich nach 2 Monaten schon sehen lassen. Er geht auch schon als 1 €-Jobber mit seinem Vater arbeiten, allerdings würde er lieber gern sein eigenes Geld verdienen, das lässt das aktuelle Asylrecht aber leider (noch) nicht zu. Uns ist aufgefallen, dass bei den meisten Flüchtlingen der Wunsch, Deutsch zu lernen und zu arbeiten am Größten ist. 


Darüber hinaus sind die Menschen offenbar über jede Abwechslung und jeden Kontakt dankbar. Uns hat das Treffen heute wieder tief bewegt und wir freuen uns auf die nächsten Besuche.

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